Was hat den starken Anstieg der Wolframpreise im Jahr 2025 verursacht?
Der starke Anstieg der Wolframpreise im Jahr 2025 war auf einen perfekten Sturm aus angebotsseitiger Verknappung, nachfrageseitigem Anstieg, geopolitischen und strategischen Faktoren und einer Verstärkung der Marktstimmung zurückzuführen, wobei das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage der Hauptgrund war. Hier sind die Details:
Kerntreiber 1: Verstärktes Angebot – Kontraktion
Verschärfung der Abbauquoten: China, das über 80 % der weltweiten Wolframproduktion ausmacht, hat die erste Abbauquote für Wolframerz (65 % WO₃) im Jahr 2025 auf 58.000 Tonnen festgelegt, was einem Rückgang von 6,45 % gegenüber dem Vorjahr entspricht (4.000 Tonnen weniger als im Jahr 2024). Die Quoten in wichtigen Produktionsgebieten wie Jiangxi und Hunan wurden um 8 bis 10 % gesenkt. Mittlerweile machte die Verschärfung der Kontrolle den Abbau nahezu unmöglich.
Strengere Exportkontrolle: Im Februar 2025 führte China eine Exportkontrolle „eine Genehmigung pro Bestellung“ für 25 Wolframprodukte wie Ammoniumparawolframat (APT) und Wolframoxid ein. Dies führte zu einem erheblichen Rückgang des Exportvolumens, einem starken Anstieg der Auslandspreise und einem Preisunterschied zwischen Inland und Ausland von mehr als 100.000 Yuan/Tonne.
Umweltschutz und Kostendruck: Die Weiterentwicklung der zentralen Umweltschutzinspektionen führte dazu, dass die Betriebsquote inländischer Bergwerke auf unter 35 % sank. Auch der sinkende Wolframerzgehalt (bis 2024 auf 0,28 %), steigende Bergbau- und Energiekosten sowie die Alterung der Ausrüstung schränkten die Versorgungskapazität der Minen weiter ein.
Geringe Lagerbestände und unzureichendes Angebot im Ausland: Der gesellschaftliche Lagerbestand an inländischem Wolframkonzentrat betrug weniger als 8.000 Tonnen, und der Londoner Lagerbestand an Wolfram-Futures erreichte mit 1.500 Tonnen ein Dreijahrestief. Projekte im Ausland verzögerten sich aufgrund von Kapital- und technischen Problemen und konnten die Versorgungslücke nicht in kurzer Zeit schließen.

Kerntreiber 2: Explosives Wachstum der Nachfrage
Boomende neue Energienachfrage: Die Verbreitungsrate von Photovoltaik-Wolframdrähten stieg von 20 % im Jahr 2024 auf 40 % im Jahr 2025, wobei die Nachfrage nach Wolframdrähten weltweit voraussichtlich 4.500 Tonnen übersteigen wird. Der Wolframverbrauch in Lithium-Ionen-Batterien stieg im Jahresvergleich um 22 % auf 1.500 Tonnen, da den Kathoden von Lithium-Ionen-Batterien Wolfram zugesetzt wurde, um die Energiedichte zu erhöhen.
Starke Nachfrage aus strategischen Sektoren: Wolfram, das im EU-Gesetz über kritische Rohstoffe als „äußerst wichtige“ strategische Ressource aufgeführt ist, verzeichnete eine steigende Nachfrage aus der Militärindustrie nach Produkten wie panzerbrechenden Projektilen und hochpräzisen Komponenten. Auch traditionelle Branchen wie Hartlegierungswerkzeuge und Leiterplattenbohrer verzeichneten eine stabile Nachfrage.
Steigende Nachfrage nach recyceltem Wolfram: Der Preis für recyceltes Wolfram stieg innerhalb des Jahres um 30 %, und die Verknappung der Primärressourcen ließ die Nachfrage nach recyceltem Wolfram steigen, was wiederum den Gesamtmarktpreis in die Höhe trieb.
Kerntreiber 3: Verstärkung durch Markt- und Kostenfaktoren
Kosten – Push-Effekt: Der kontinuierliche Anstieg der Bergbau-, Energie-, Arbeits- und Transportkosten führte dazu, dass die Abbaukosten für Wolframkonzentrat 100.000 Yuan/Tonne überstiegen, was sich auf die gesamte Industriekette auswirkte und die Preise für Wolframprodukte auf allen Ebenen in die Höhe trieb.
Marktstimmung und Kapitalspekulation: Optimistische Erwartungen am Markt, die Zurückhaltung der Inhaber beim Verkauf und der Zufluss von heißem Geld in den Terminmarkt verstärkten die Preisschwankungen. Am 20. August erreichte der Tagesumsatz des Wolfram-Futures-Marktes 1,618 Milliarden Yuan.
Geringe Bestandsunterstützung: Der inländische gesellschaftliche Bestand an Wolframkonzentrat betrug weniger als 8.000 Tonnen, und der Bestand an Wolframpulver fiel unter 500 Tonnen. Die angespannte Lagerhaltung unterstützte den kontinuierlichen Preisanstieg stark.

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